IPS – Integrated Positioning System

Das vom Institut für Optische Sensorsystem am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. entwickelte Integrated Positioning System (IPS) ist in der Lage, die Eigenbewegung ohne zusätzliche Annahme über die Umgebung und ohne äußere Referenzierung (Bezugspunkte) akkurat zu bestimmen.

Entwickelt wurde IPS für den Einsatz in geschlossenen Umgebungen wie Tunneln oder Gebäuden – aber auch in freier Umgebung kann das System genutzt werden. Der innovative Ansatz basiert auf einem Multi-Sensor-Ansatz. Unterschiedliche Messtechniken werden so miteinander verknüpft, dass es gelingt, die Fehler der anderen Systeme aufzuheben und Messfehler deutlich zu reduzieren. Eine weitere Besonderheit ist, dass keine externe Verortungsinfrastruktur wie WIFI benötigt wird.

Diese Sensorsysteme werden in Zukunft bei Forschungsmissionen auf fremden Planeten oder bei der Erdbeobachtung eine entscheidende Rolle spielen. Sie sind gewissermaßen das technische Auge und liefern umfassende und wertvolle Daten. Ähnlich wie das Auge das wichtigste Sinnesorgan für die Menschen ist, so sind optische Systeme der primäre Sensor zur Umgebungserfassung für technische Geräte.

Es wurden bereits Funktionsmodelle entwickelt, die bereits in verschiedenen Anwendungsbereichen im Rahmen von Industrie 4.0 und Navigation zum Einsatz kommen.

Vorteile von IPS:

  • Kombination von verschiedenen Messtechniken reduziert Messungenauigkeit deutlich
  • Einsatz in bisher unbekannten Indoor- und Outdoor-Umgebungen
  • es wird keine externe Verortungsinfrastruktur (z.B. WIFI) benötigt

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